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München Schwabing - Münchens besonderer Stadtteil

Sie fragen sich jetzt sicher, was den Münchner Stadtteil Schwabing so besonders macht.

Nun, dann folgen Sie mir doch einmal in das Jahr 1911 und stellen sich vor, wir befinden uns in Schwabing, was zu dieser Zeit noch ein Dorf ist.
Eines Tages beobachten Sie, dass nach und nach immer mehr Künstler hierher kommen und Schwabing zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt machen, einige vorübergehend, andere für immer.
Unter ihren Habseligkeiten befinden sich Leinwand, Farbe und Pinsel, Schreibmaterial oder auch Musikinstrumente.
In Ihrer Nachbarschaft wohnen jetzt die Maler "Paul Klee", "Franz Marc" und "Wassiliy Kandinsky", der Dramaturg "Henrik Ibsen", sowie der Dichter "Joachim Ringelnatz".


 
Mit dem Einzug des unkonventionellen Künstlervolkes verändert sich das gewohnte Leben im Dorf, was auch Sie spüren. Die Eintönigkeit weicht einem Lebensgefühl, das von Kreativität, Intellekt und der Leichtigkeit des Seins geprägt ist. Schwabing wird zum "geistigen Zentrum"; Die Künstlergemeinschaft "Der blaue Reiter" wird gegründet, die später epochemachend für die moderne Malerei wurde.
Bald erscheint die Satirezeitung: "Simplicissimus" , die Kritik an politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen übt.
Das "Café Stephanie", das später scherzhaft als "Café Größenwahn" bekannt wurde, ist der Treffpunkt der Künstler. Doch in der Ferne drohte bereits der 1. Weltkrieg, der dem Künstlertreiben ein jähes Ende bereiten sollte.

Wie begeben uns nun wieder zurück in die Gegenwart.
Mittlerweile ist das Dorf Schwabing zum größten Stadtteil Münchens geworden. Spuren der Vergangenheit sind kaum noch zu finden, aber dennoch lebt dieser Ort immer noch von seinem früheren Ruhm.
Nach dem 2. Weltkrieg verklärte die einsetzende Nostalgiewelle Schwabing und machte es so zum Modeviertel von Münchens Schickeria.
Prächtige Jugendstilhäuser mit ihren wunderschönen Fassaden erinnern noch heute an die damalige Kunstrichtung.
Der "Wedekindplatz" im ehemaligen Zentrum Alt-Schwabings wurde nach "Frank Wedeking" benannt, dem Schriftsteller und Mitbegründer der Zeitschrift: "Simplicissimus".


 
Ein Relikt dörflicher Vergangenheit ist der "Viereckhof", das stilvollste Standesamt in ganz München und wo, wenn nicht hier, gäbe es einen besseren Ort für die "Akademie der Bildenden Künste"?

Letztendlich sorgt der "Elisabethmarkt" mit seinen Verkaufsständen und einem kleinen Biergarten für eine Oase für eine entspannende Ruhepause bei einem Bummel durch Schwabing.

Die Sammlung mit Werken des "Blauen Reiters" ist im Übrigen in der "Städtischen Galerie" im "Lenbachhaus" zu sehen.